Der Leuchtturm

Für ein Familienleben in Sonnenwärme und Klarheit

Autonome Kinder

Es wird geschätzt, dass ca. 15% der Kinder von Anfang an „Autonom“ sind. Das ist ein Begriff, den Jeser Juul geprägt hat. Er umschreibt eine Charaktereigenschaft, die „Unabhängigkeit“ geprägt ist. Meist werden solche Kinder im Alltag als „willensstark“ oder „schwierig“ und sogar „renitent“ oder „störend“ bezeichnet. Es kann durchaus Schwierigkeiten mit (pädagogischen) Authoritäten geben, da diese Kinder eher Anweisungen und Authoritäten hinterfragen. Dabei sind sie durchaus in Lage zu kooperieren und brauchen selbstverständlich auch andere Menschen, die ihnen wohlgesonnen sind.

Jedoch sind sie nicht bereit, dafür ihre Würde aufzugeben!

Diese Kinder

  • kennen und beachten ihre Bedürfnisse genau und ohne Ausnahme
  • nehmen ihre persönlichen Grenzen ernst
  • geben Ihre Grenzen und Bedürfnisse freundlich und bestimmt weiter
  • lassen sich nicht manipulieren, sie durchschauen schnell die Manipulation und weigern sich, sich zu fügen
  • mögen keinen Körperkontakt, der nicht von ihnen ausgeht
  • weichen vor jedem erwachsenen Verhalten zurück, das nicht vollkommen authentisch und frei von pädagogischer Manipulation ist
  • sagen nur dann Ja, wenn sie die absolute Wahlfreiheit haben
  • benehmen sich oft wie reife Erwachsene, die ein ausgeprägtes Selbstbild haben
  • wollen immer ihre Würde und Integrität wahren 
  • und haben oft eine würdevolle Ausstrahlung (die manchmal fälschlicherweise mit Arroganz bezeichnet wird)

Bei einigen äußert sich dieses Verhalten vorwiegend zu Hause, bei anderen aber auch außerhalb

 

Umgang mit autonomen Kindern
  • Authentisch sein und reden (, klare persönliche Ansagen)
  • danach eine Pause einräumen; das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind folgt, enorm
  •  
  • nachfragen nach Bedürfnissen: „ Was brauchst du?“ „Was willst du?“
  • Wahlmöglichkeiten bieten (wie ein Buffet) bei Zeit, Varianten, Ablauf, Materialien
  • Vermeiden Sie
    • auf Körperkontakt zu bestehen, wenn das Kind es ablehnt; diese Kinder sind genauso kuschelbedürftig wie andere, wollen aber unbedingt selbst bestimmen, wann es mit wem Körperkontakt hat. Noch mehr und vehementer als andere Kinder.
    • Jegliche Pädagogik; z.B. dem Kind vorschreiben, was es wann und wie zu tun hat
    • Jeglichen Machtkampf (den verlieren Sie höchstwahrscheinlich, denn Ihr Kind wird viel hartnäckiger seine Bedürfnisse verteidigen als andere – und kreativer

 

 

 

Die Eigenschaft „autonom“ ist angeboren und kann weder erworben noch abgelegt werden – genausowenig wie viele andere Persönlichkeitsmerkmale. Es gibt daher natürlich auch „autonome“ Erwachsene. Es scheint ebenfalls weiter vererbt zu werden. Es kann also gut sein, dass Sie als Elternteil ebenfalls „autonom“ sind.
(Cornelia Lupprian)

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