Wer ist verantwortlich?

FamilienAlltag leben | Grundlagen der Erziehung

 

“Bist du verantwortlich oder dein Kind?” –

Klare Regelung der Verantwortung = Klares Miteinander

 

In meinem Familienberatung taucht als übergeordnetes Thema bei vielen als schwierig empfundenen Situationen immer wieder das Thema “Verantwortung” auf. Und eng damit verknüpft die Frage nach der Führungsrolle der Erwachsenen.

  • Dein Kind ist laut, obwohl du ihm gesagt hast, dass das Geschwisterkind schläft
  • Dein Schulkind steht morgens nicht eigenverantwortlich auf
  • Dein Kind schaltet nach der vereinbarten Serienfolge den Fernseher nicht aus
  • Dein Kind erledigt vereinbarte Aufgaben im Haushalt nicht oder nicht richtig/regelmäßig
  • Dein Kind erledigt die Hausaufgaben nicht oder mit viel Zwang durch dich
  • Dein Kleinkind sagt niemals “Bitte – Danke – Hallo – Tschüss”

und noch so viele weitere Situationen und Themen im Familien-Alltag

     

    Meine Frage bei den Beratungen lautet dann:

    “Wer hat in diesem Fall die Verantwortung?

    Wer hat sie offiziell und wer übernimmt sie gerade? Ist es dieselbe Person?”

    Es gibt hier verschiedene Konstellationen:

    Die ohne Probleme sind:
    1. Eigentlich und offiziell hat sie der Erwachsene und übernimmt sie auch.
    2. Eigentlich und offiziell hat sie das Kind und übernimmt sie auch und der Erwachsene sieht das und ist zufrieden.
    Die mit Problemen im Alltag sind:
    1. Eigentlich und offiziell hat sie der Erwachsene und übernimmt sie nicht vollständig.
    2. Eigentlich und offiziell hat sie das Kind und übernimmt sie auch und der Erwachsene sieht das und ist unzufrieden mit der Ausführung.
    3. Eigentlich und offiziell hat sie das Kind und ist hoffnungslos überfordert, doch der Erwachsene fordert sie vom Kind ein.
    4. Niemand übernimmt die Verantwortung -> dann springt immer ein Kind ein, auch wenn es dann Probleme mit dem Erwachsenen gibt.
    5. Eigentlich und offiziell hat sie der Erwachsene und übernimmt sie ganz willkürlich manchmal und manchmal nicht -> das Kind ist völlig verwirrt.

     

    Du siehst, es gibt viel mehr Möglichkeiten, dass es im Alltag zu Problemen kommt.

    Was steckt dahinter?

    Was verursacht diese schwierigen Konstellationen und damit die Probleme?

    Es ist so gut wie immer die Unklarheit und Unsicherheit im Erwachsenen und im Kind:

    Wer ist tatsächlich verantwortlich? Passt die Verteilung der Verantwortung zu den Personen, der Situation und dem Thema?

     

    Mein Tipp:

    Schau dir die problematischen Situationen in deinem FamilienAlltagsChaos mal unter diesem Aspekt an.

    • Ist zuerst einmal geklärt, was du bzw. ihr als Familie unter der Verantwortung für das entsprechende Thema versteht?
    • Ist geklärt, wer die Verantwortung ganz offiziell hat?
    • Wissen alle Beteiligte das?
    • Kannst du die Verantwortung beim Kind belassen, wenn es eigentlich in seinem Bereich liegt? Und ganz wichtig – auch wenn dein Kind dabei ganz anders handelt, als du es tun würdest?
    • Ist dein Kind mit der Verantwortung, die du ihm übertragen hast, überfordert oder braucht es Hilfe beim Umsetzen?

    Die letzten beiden Möglichkeiten bieten das größte Konfliktpotenzial und kommen auch am häufigsten vor.

    Deine Klarheit ist hier sehr entscheidend und macht für dein Kind den Unterschied aus zwischen der Möglichkeit zu lernen und dem Frust nicht ok zu sein.

     

    Die Definition von Verantwortung ist übrigens:

    Bei Wikipedia:

    “Verantwortung ist vorrangig die Fähigkeit, das eigene Können und die möglichen Folgen von Entscheidungen einzuschätzen und so zu handeln, dass die erwarteten Ziele mit größter Wahrscheinlichkeit erreicht werden.”

    Im Duden:

    “Verantwortung ist (mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung verbundene) Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht.”

     

    Mit diesen Definitionen wird klar, dass Verantwortung fürs eigene Handeln zu übernehmen, bei den meisten Themen und Situationen erst im Laufe der Kindheit gelernt und geübt werden muss.

    Jüngere Kinder haben eben oft noch gar nicht die geistige Reife, den Überblick oder die Fähigkeiten, Verantwortung für komplexe Vorgänge zu übernehmen.

    Überprüfe also auch immer wieder, ob du deinem Kind zuviel Verantwortung in dem einen Bereich zumutest oder manchmal in dem anderen Bereich wiederum viel zu wenig.

    Wir unterscheiden auch zwischen persönlicher und sozialer Verantwortung.

    Mehr dazu erzähle ich dir in meinem Freifahrt-Webinar.

     

     

    Freifahrt-Webinar

    Von der persönlichen zur sozialen Verantwortung

    Was bedeutet “Verantwortung übernehmen”?
    Was ist persönliche und was soziale Verantwortung?

    In diesem Freifahrt-Webinar sehen wir uns diesen Grundwert von Jesper Juul genauer an und ich zeige dir, wie du deinem Kind helfen kannst zu lernen und zu üben, Verantwortung zu übernehmen. Und du erfährst, wie du die beiden großen Fallen im alltäglichen Umgang damit vermeiden kannst.

    Sei live dabei und stell deine persönlichen Fragen. Lass dich informieren und inspirieren und kehre dann gestärkt in deinen Alltag zurück.

    Melde dich zu meinen Leuchtturm-News an und du kannst unverbindlich dabei sein.

     

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    Gibt es in deinem Alltag also Situationen, die immer wieder zum Streit, Frust, Wut oder Machtkampf führen, dann lohnt sich ein Blick auf die Verantwortlichkeit. Wer lebt die Verantwortung und wer sollte sie eigentlich haben.

    So manche schwierige Situationen werden klarer und das Miteinander freundlicher, wenn jeder seine Rolle und Verantwortung kennt.

    Wie sind deine Erfahrungen und Gedanken dazu?
    Schreib mir in die Kommentare. Ich freue mich darauf!

    Herzliche Grüße

    Cornelia Lupprian
    Die Elternlotsin

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    Mehr dazu durch Klick auf das Bild oder auf diesen Link:

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    Cornelia Lupprian
    Die Elternlotsin

    Ich lotse dich durch dein FamilienAlltagsChaos

    Weg von Unsicherheit, Überforderung und Frust

    Hin zu Gleichwürdigkeit, Klarheit und Gelassenheit

    Mein großer Herzenswunsch ist es, Familien zu helfen, wieder Lebensfreude und Leichtigkeit im Alltag zu erleben.
    Mein Wissen aus den Aus- und Weiterbildungen wird ergänzt durch viele Jahre Erfahrung als Familienberaterin und Mutter.

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