“Mama, ich will ein Eis!”

Signale setzen | Sprache in der Erziehung

 

“Mama, ich will ein Eis!” –

Wie geht es dir mit dem “Ich will …” deines Kindes?

 

Wie ist das für dich mit dem “Ich will…”?

Ist die Aussage “Ich will…” für dich in Ordnung?

 

Darf dein Kind das sagen?

Dein Kind kommt zu dir und sagt: „Mama/Papa, ich will ein Eis.“

Wie reagierst du?

  • „In dem Ton schon mal gar nicht. Sag das Zauberwort!”
  • „Mit „ich will“ kommst du bei mir nicht weiter!“
  • „Rede höflich mit mir, dann vielleicht.“

Findest du die Formulierung „Ich will“ bei deinem Kind fordernd, frech und unangemessen?

Damit bist du nicht allein.

Seitenwechsel

Sagst du es selbst?

Du willst etwas von deinem Kind. Du willst, dass es etwas tut oder lässt.

Nehmen wir als Beispiel: Du willst mit deinem Kind rausgehen. Es soll seine Schuhe und Jacke anziehen.

Wie sprichst du deine Aufforderung aus?

  • „Ziehst du bitte deine Jacke und Schuhe an?“
  • „Zieh dich endlich fertig an!“
  • „Wollen wir rausgehen? Willst du nicht mal endlich deine Schuhe und Jacke anziehen?“

Und nun die Anschlussfrage: Klappt das immer? Wie sehen deine Formulierungen aus, wenn dein Kind sich offen oder passiv weigert?

Denk mal nach: Wie lautet die letzte Formulierung? Wenn du schon so richtig wütend bist, weil dein Kind nicht mitmacht? Bei welcher Formulierung macht dein Kind dann tatsächlich das, was es soll?

Wie ist es mit „Ich will, dass du dir bitte die Schuhe und Jacke anziehst.“

Findest du die Formulierung „Ich will“ bei deinen Aufforderungen unangemessen und zu heftig?

Damit bist du nicht allein.

 

In Familienberatungen und vielen Vorträgen und Seminaren habe ich die teilnehmenden Eltern gefragt, ob sie mit dem “Ich will…” einverstanden sind und die allermeisten zeigen offen ihre Ablehnung.
Manche sind sogar regelrecht empört, dass so eine fordernde Aussage überhaupt noch verwendet wird.

Diese Ablehnung ist erlernt.

Diese Erwachsenen sind damit aufgewachsen, dass diese Formulierung falsch ist.

Sie haben in der Kindheit gelernt, dass sie besser höflich und umschreibend erklären und am besten nur nachfragen, ob das möglich ist, was sie wollen.

Der Wunsch wurde oft abgelehnt, nicht weil der Wunsch nicht erfüllt werden sollte, sondern weil die Erwachsenen fanden, dass das Kind so fordernd und frech die Worte “Ich will… ” gesagt hat.

Das hat geprägt! Und so empfinden diese Erwachsenen auch heute noch Unbehagen und Ablehnung, wenn die heutigen Kinder diese Formulierung nutzen oder sie selbst sie verwenden sollten.

Geht es dir auch so? Kommt dir das bekannt vor?

 

Doch was ist “Ich will…” denn wirklich?

Ist es wirklich fordernd, frech, unverschämt und unangemessen?

Nein ist es nicht!

Es ist eine klare und normale Aussage dazu, was wir wollen.

Es beschreibt eben nur den Willen, den Wunsch, das Bedürfnis. Mehr nicht. Die Interpretation zu fordernd und unverschämt passiert in den Köpfen der Erwachsenen.

Ich verstehe gut, dass dieses knappe “Ich will…” für viele unangenehm ist. Das war es anfangs für mich auch. Doch seit einigen Jahren übe ich mich darin, es zu verwenden und inzwischen empfinde ich es als befreiend und klärend, wenn ich diese Worte nutze und höre.

Das “Ich will…” ist ein großer Bestandteil der persönlichen Sprache. Einer Sprache, in der wir dem anderen mitteilen, wer wir sind, was uns ausmacht und was wir wollen und wünschen.

Weitere Formulierungen der persönlichen Sprache

  • “Ich will…” und “Ich will nicht…”
  • “Ich möchte…” und “Ich möchte nicht…”
  • “Ich mag…” und “Ich mag nicht…”
  • “Mir ist wichtig, dass …”

Als Alternativen dazu gibt es noch die soziale Sprache, die wir in sozialen Kontexten anwenden, wenn Höflichkeit gefragt ist. Und die willkürliche Sprache, die oft in Familien und hier besonders den Kindern gegenüber verwendet wird.

Die soziale Sprache hat ihre Berechtigung.

Die willkürliche Sprache jedoch nicht. Sie schadet der Beziehung und dem Seelenfrieden deines Kindes.

Doch Kinder kommen in einer Familie mit der persönlichen sehr gut klar. Sie nutzen sie von Anfang an automatisch selbst. Sie ist klar, authentisch und verbindend.

Die persönliche Sprache ist Beziehungsaufbau pur.

Die persönliche Sprache ist die Grundvoraussetzung dafür, dass dein Kind dir ohne große Diskussion oder Verweigerung folgt.

 

 

Meine Tipps für die Umsetzung

Wenn dir das “Ich will…” zu heftig ist für den Anfang, dann wähle das “Ich möchte…”
Nutze es selbst, erzähle von dir und du wirst für dein Kind greifbar.

Lass dein Kind das “Ich will…” nutzen und mach die Erfüllung des Wunsches nicht von einer Formulierung abhängig.

“Ich will Eis.” zeigt dir nur den Wunsch deines Kindes, den du erfüllst oder nicht.

Nicht mehr und nicht weniger.

Willst du mehr erfahren über die persönliche Sprache?

Willst du wissen, wie du mit deinem Kind reden kannst, damit es dir auch folgen kann und will?

Dann bist du in der Spritztour “Gelassen erziehen – durch gleichwürdige Sprache” genau richtig.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit:
Spritztour gleichwürdige Sprache

In dieser Spritztour

  • … bekommst du einen Einblick in die gleichwürdige Sprache und übst sie direkt in deinem Familienalltag
  • … zeige ich dir die kleinen Veränderungen in deiner Sprache auf, die für dein Kind die Welt bedeuten.
  • … lernst du die allumfassende Macht der nonverbalen Kommunikation kennen
  • … erfährst du ausführlich den Unterschied zwischen den verschiedenen Elternsprachen (sozial, willkürlich und persönlich)

Willst du dabei sein?
Willst du erfahren, was du ändern kannst, damit du nicht ständig mit deinem Kind alles ausdiskutieren musst?

 

Melde dich gleich an und nutze die postive Kraft einer gleichwürdigen und persönlichen Sprache!

Wie sind deine Erfahrungen und Gedanken dazu?
Schreib mir in die Kommentare. Ich freue mich darauf!

Herzliche Grüße

Cornelia Lupprian
Die Elternlotsin
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Weg von Unsicherheit, Überforderung und Frust

Hin zu Gleichwürdigkeit, Klarheit und Gelassenheit

Mein großer Herzenswunsch ist es, Familien zu helfen, wieder Lebensfreude und Leichtigkeit im Alltag zu erleben.
Mein Wissen aus den Aus- und Weiterbildungen wird ergänzt durch viele Jahre Erfahrung als Familienberaterin und Mutter.

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